Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Panzer rücken im Raum Saporoschje vor

5.11.2026 19:29 Uhr
19:29 Uhr
Sacharowa: Westen fährt allmählich das antirussische Ukraine-Projekt zurück
Die westlichen Sponsoren unterstützen das Kiewer Regime nicht mehr in dem Umfang, den sie versprochen haben und den Kiew selbst gefordert hat. Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa erklärte dies bei einem Pressebriefing am Donnerstag. Der Westen beginne bereits, das eine oder andere zu ahnen, und werfe nicht mehr wahllos mit Geld um sich, fügte sie hinzu.
Dies hänge damit zusammen, dass der Westen sehr wohl verstehe, dass das antirussische Projekt mit dem Namen "die Ukraine" in einer Sackgasse gelandet sei, so Sacharowa weiter. Die westlichen Länder seien also dabei, ihre Aktivitäten im Zusammenhang mit der Ukraine-Hilfe zurückzufahren.
18:57 Uhr
Russisches Militär nimmt weiteres gegnerisches Schiff ins Visier
Die Streitkräfte der Russischen Föderation setzen ihre Drohnenangriffe auf Seeschiffe fort, die militärische Güter für die ukrainischen Truppen befördern. Dies geht aus einer Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums hervor.
Demnach wurde tagsüber am Donnerstag im Schwarzen Meer, 107 Kilometer südwestlich von Odessa, ein Frachtschiff getroffen, das militärische Ausrüstung sowie Güter mit doppeltem Verwendungszweck in die Ukraine transportierte.
18:28 Uhr
2025 geehrt, heute in U-Haft: Kiew verhaftet Ärztin Walentina Molodaja

Ein Gericht in Kiew hat am Mittwoch Untersuchungshaft gegen die 49-jährige Walentina Molodaja angeordnet. Sie hatte in der Nacht von Sonntag auf Montag die Freilassung gefolterter Männer und eines 14 Jahre alten Jungen aus einem Geheimgefängnis in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt erzwungen. Am 4. November wurde Walentina Molodaja als Provokateurin auf die Todesliste der ukrainischen Webseite Mirotworez gesetzt.
Dabei zählte Molodaja noch im Jahr 2025 zu den hundert besten Ärzten der Ukraine und erhielt eine staatliche Auszeichnung. In den sozialen Netzwerken erinnern Unterstützer nun an ihren selbstlosen humanitären Einsatz seit dem Jahr 2022 und nehmen die furchtlose Ärztin gegen die Vorwürfe in Schutz.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
18:05 Uhr
Bürgermeister: Lebenswichtige Versorgungssysteme in Kiew stark beschädigt
In einem auf Telegram veröffentlichten Post äußert sich der Bürgermeister von Kiew Witali Klitschko zum Ausmaß der Sachschäden an den wichtigsten Energieanlagen in der Stadt.
"Bei einer derart hohen Intensität zerstörerischer Angriffe – und ohne den Schutz der Schlüsselobjekte durch Luftabwehrsysteme – sind deren Wiederherstellung, ein stabiler Betrieb und überhaupt ihr Fortbestand höchst fraglich!", schreibt Klitschko.
Die Hauptstadt existiere unter äußerst schwierigen Bedingungen, betont der Bürgermeister.
Oleg Soskin, ehemals Berater des Ex-Präsidenten der Ukraine Leonid Kutschma, meint, der Prozess der Zerstörung des ukrainischen Energiesystems werde irreversibel.
Wie Soskin in einem auf seinem YouTube-Kanal veröffentlichten Video sagt, geht es im Grunde um einen völligen Zusammenbruch Kiews.
"Die Stadt ist praktisch ohne Strom und befindet sich in einem Zustand des Shutdowns. Das gilt auch für Dnjepropetrowsk", so der frühere Präsidentenberater. Zudem verfüge Kiew derzeit nicht über eine ausreichende Anzahl an Quellen für Stromerzeugung.
17:28 Uhr
Meloni fordert gemeinsame EU-Entscheidung zu Vertretung bei Ukraine-Gesprächen
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni fordert eine verbindliche Entscheidung darüber, wer Europa bei Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs vertritt. In einem Schreiben an EU-Ratspräsident António Costa, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, schreibt die Politikerin:
"Was ich weiterhin fordere, ist, dass ein für alle Mal entschieden wird, wer am Verhandlungstisch im Namen der EU sitzt und mit welchem Mandat."
Die italienische Regierungschefin erklärt, ein "uneinheitliches Vorgehen mit Initiativen, die einander jagen und überschneiden", werde Europa "weder bei unseren Partnern helfen noch bei jenen, die wir davon überzeugen müssen, eine sinnlose Aggression zu beenden". Beim nächsten informellen Europäischen Rat in Dublin kommende Woche solle diese Frage unter den Partnern erörtert werden, fordert Meloni in dem Brief. Sollte keine Einigung auf eine gemeinsame Stimme gelingen, drohe Europa im Verhandlungsprozess die Bedeutungslosigkeit.
16:48 Uhr
Gebiete Brjansk und Kursk: Frau und Mann bei ukrainischen Drohnenangriffen verletzt
Bei ukrainischen Drohnenangriffen in den Gebieten Brjansk und Kursk sind eine Frau und ein Mann verletzt worden. Dies teilten die Gouverneure der beiden Regionen mit.
Im Dorf Kister im Bezirk Pogarski im Gebiet Brjansk griffen ukrainische Streitkräfte ein fahrendes ziviles Auto an. Die 58-jährige Fahrerin wurde verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Dort erhielt sie die notwendige medizinische Versorgung, wie Gouverneur Jegor Kowaltschuk berichtete.
Im Dorf Uspenskoje im Bezirk Rylsk im Gebiet Kursk wurde ein 46-jähriger Mann bei einem Drohnenangriff verletzt. Er erlitt ein Knalltrauma, ein geschlossenes Schädel-Hirn-Trauma, eine Gehirnerschütterung sowie Splitterverletzungen am Rücken, am rechten Arm und am rechten Bein. Er wird in das Gebietskrankenhaus Kursk gebracht. Dies teilte Gouverneur Alexander Chinstein mit.
16:26 Uhr
"Tagelange Stromausfälle" – Leiter von Verbraucherverband warnt Ukrainer vor überaus hartem Winter

Symbolbild: Tabellarischer Stromabschaltungsplan für Kommunen im Gebiet Kiew für Donnerstag, den 5. November 2026, gemäß ukrainischen Telegram-Nutzergruppen. Angaben ohne Gewähr.Soziale Medien Die Ukrainer sollten sich auf einen sehr harten Winter einstellen, erklärte Oleg Popenko, Vorsitzender eines ukrainischen Verbraucherverbands für Versorgungsdienstleistungen. Dem Experten zufolge könnten Verbraucher in einigen Landesteilen mehrere Tage lang ohne Strom bleiben.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.15:49 Uhr
Ermittlungskomitee leitet Terrorermittlungen nach Angriff auf Bus in der LVR ein
Das russische Ermittlungskomitee hat nach dem Drohnenangriff auf einen Linienbus in der Volksrepublik Lugansk (LVR) ein Strafverfahren wegen eines Terrorakts eingeleitet. Dies teilte die Sprecherin der Behörde, Swetlana Petrenko, mit.
Am 5. November griffen ukrainische Streitkräfte auf einer Straße im Stadtbezirk Slawjanoserbsk einen Linienbus auf der Strecke Petrowka–Lugansk mit einer Drohne an. Nach vorläufigen Angaben kamen fünf Zivilisten ums Leben, 13 weitere Menschen wurden verletzt.
Die Ermittler wollen Beweise sichern und die beteiligten ukrainischen Einheiten sowie die verantwortlichen Personen identifizieren. Ihr Handeln werde strafrechtlich bewertet, erklärte Petrenko.
15:30 Uhr
Bundesregierung will Winterhilfe für Ukraine erhöhen
Die Bundesregierung will der Ukraine mit weiteren 100 Millionen Euro zur Stützung der kritischen Infrastruktur zur Seite stehen. Dies geht aus einem Schreiben des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Darin begründet das Ministerium die überplanmäßige Ausgabe mit der verschärften humanitären Notlage.
Seit Juli 2026 hätten sich russische Angriffe auf die Energie-, Wasser- und Transportinfrastruktur "in zuvor ungekanntem Maße" intensiviert. Die Versorgung der Bevölkerung könne nicht mehr zuverlässig gewährleistet werden. Im fünften Kriegsjahr habe die Ukraine bis zu 80 Prozent ihrer Stromerzeugungskapazitäten verloren, heißt es.
Mit den Mitteln sollen demnach unter anderem dezentrale Energieanlagen wie Generatoren und Batteriespeicher beschafft, beschädigte Anlagen der Versorger in Kiew repariert und bis zu 2.000 Schulen und Kindergärten winterfest gemacht werden. Außerdem ist die Beschaffung von Spezialgeräten für den ukrainischen Katastrophenschutz und die Unterstützung für Landwirtschaftsbetriebe vorgesehen.
Zuvor hatte Bundeskanzler Friedrich Merz beim Besuch von Wladimir Selenskij in Berlin angekündigt, die Winterhilfe zu erhöhen und weitere EU-Regierungen dazu aufgerufen.
15:15 Uhr
Sahra Wagenknecht fordert Ende der Ukraine-Hilfen zulasten der deutschen Bürger
Die Gründerin der Partei BSW, Sahra Wagenknecht, reagiert auf die Aussage des Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei, die Deutschen müssten im kommenden Jahr angesichts der bevorstehenden Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen "den Gürtel enger schnallen".
In einem auf der Plattform X veröffentlichten Post schreibt Wagenknecht:
"Die Bürger müssen den 'Gürtel enger schnallen', während die Merz-Regierung einen Geldkoffer nach dem nächsten zu Selenskij nach Kiew schickt. Diese abgehobene Politik gegen das eigene Volk muss endlich enden!"
Die Bürger müssen den „Gürtel enger schnallen“, während die Merz-Regierung einen Geldkoffer nach dem nächsten zu Selenskyj nach Kiew schickt. Diese abgehobene Politik gegen das eigene Volk muss endlich enden! https://t.co/RW526gHXDt
— Sahra Wagenknecht (@SWagenknecht) November 5, 2026
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

