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Liveticker Ukraine-Krieg: Russlands Verteidigungsminister Schoigu inspiziert Truppenverband Mitte

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russlands Verteidigungsminister Schoigu inspiziert Truppenverband MitteQuelle: Sputnik © VERTEIDIGUNGSMINISTERIUM DER RUSSISCHEN FÖDERATION
  • 24.02.2024 10:03 Uhr

    10:03 Uhr

    Russlands UN-Botschafter hält Fortbestehen der Ukraine nur im Fall ihrer Neutralität für möglich

    Anlässlich des zweiten Jahrestages des Beginns des Ukraine-Kriegs hat Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats am Freitag in New York erklärt, dass es weiterhin möglich sei, dass die Ukraine in Zukunft als Staat fortbestehen werde. Als Bedingung dafür nannte der Diplomat den neutralen Status des Landes.     

    "Das muss eine friedliche und neutrale Ukraine sein, in der es keine Diskriminierung und keine Russophobie gibt, in der keine nazistischen Verbrecher verherrlicht werden und von der keine Gefahr für Russland ausgeht."

    Nebensja hob hervor, dass die militärische Sonderoperation Russlands genau diese Ziele verfolge. Jetzt müsse der Westen die Wahl treffen, ob Moskau bis zum Ende kämpfe oder ob der gesunde Menschenverstand die Oberhand gewinne, indem der Westen versuche, wenigstens den Rest der Ukraine zu retten.

    "Jeder Konflikt endet über kurz oder lang. Wir erwarten dies auch für den Konflikt in der Ukraine. Je länger er sich wegen des westlichen Zutuns für Kiew in die Länge zieht, desto ungünstiger werden die Friedensbedingungen für die Ukraine sein."

    Der Westen habe Präsident Wladimir Selenskij, der offenbar mit keinem herausragenden strategischen Denken glänzt, die "gefährliche und absurde Illusion" eingeflößt, dass die Ukraine mit der westlichen Unterstützung Russland auf dem Schlachtfeld besiegen könne, sagte Nebensja. Dabei verwies der Diplomat auf die gescheiterte Gegenoffensive der ukrainischen Streitkräfte. Trotzdem pumpe der Westen weiterhin Waffen in die Ukraine und bestätige die Regierung in Kiew, noch mehr Ukrainer für den Krieg zu opfern. Dabei mache Washington jetzt kein Hehl daraus, dass der bewaffnete Konflikt inzwischen für die US-Rüstungsindustrie zu einem lukrativen Geschäft geworden sei.

  • 09:40 Uhr

    Russlands UN-Botschafter sieht EU unter Hauptverlierern im Ukraine-Konflikt

    Bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates anlässlich des Beginns des Ukraine-Kriegs vor zwei Jahren hat der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja am Freitag in New York erklärt, dass die Europäische Union einer der größten Verlierer des Konfliktes sei. Die EU habe sich in einen willfährigen Satelliten der USA verwandelt. Dabei erweise sich der bewaffnete Konflikt sehr lukrativ für die US-amerikanische Rüstungsindustrie, sagte Nebensja.

    Brüssel habe vergessen, dass Washington und London schon immer Hauptprofiteure aller Konflikte in Europa gewesen seien und zielbewusst Widersprüche auf dem Kontinent geschürt hätten. Die USA und Großbritannien hätten den EU-Ländern Russophobie eingespritzt und sie damit vergiftet, sagte der Diplomat. Jetzt schieße sich die EU ins Knie und laufe Gefahr, in eine noch stärkere Abhängigkeit von den USA im Energie-Bereich zu geraten.    

    "Der Ukraine-Konflikt, den ihr so fleißig weiter nährt, wobei ihr die europäischen Arsenale leerräumt, verschärft Migrationsprobleme in euren Ländern und schadet euerer Energiewirtschaft."  

    Russland habe seine militärische Sonderoperation in der Ukraine begonnen, um den Krieg zu stoppen, den Kiew acht Jahre lang gegen die Zivilbevölkerung in der Donbass-Region geführt habe, betonte Nebensja.

  • 09:00 Uhr

    DVR meldet 26 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden

    Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 26 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 99 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 23. Februar bis 0 Uhr am 24. Februar (Ortszeit) wurden vier zivile Einwohner verletzt. Durch den Beschuss wurde ein Wohnhaus beschädigt.

    Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 27 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Vier Zivilisten erlitten Verletzungen. Beschädigt wurden ein Wohnhaus und drei Fahrzeuge.

  • 08:32 Uhr

    Befehlshaber des Truppenverbandes Mitte: Mehr als 200 ukrainische Kriegsgefangene aus Awdejewka ausgeführt

    Der Kommandierende des russischen Truppenverbandes Mitte, Generaloberst Andrei Mordwitschew, hat bei einer Inspektion durch Verteidigungsminister Sergei Schoigu erklärt, dass das russische Militär nach der Einnahme von Awdejewka fast 200 ukrainische Soldaten aus der Stadt ausgeführt habe. In den kommenden Tagen werde man ungefähr 100 weitere Kriegsgefangene fortbringen. Armeegeneral Schoigu sagte darauf, dass alle ukrainischen Kriegsgefangenen human behandelt werden sollten. Das Verteidigungsministerium in Moskau zitierte ihn auf Telegram mit den Worten:

    "Sie hörten, was der Oberste Befehlshaber sagte: "Human, wie es schon immer der Fall war."

  • 08:09 Uhr

    Russlands Verteidigungsminister Schoigu inspiziert Truppenverband Mitte

    Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu hat in der Zone der militärischen Sonderoperation den Truppenverband Mitte inspiziert. Wie die Militärbehörde am Samstagmorgen auf Telegram bekannt gab, habe sich der Armeegeneral Berichte über die aktuelle Situation im Kampfgebiet angehört. Der Kommandierende Andrei Mordwitschew berichtete dem Minister, dass der Truppenverband seinen Vormarsch fortsetze. Infolge der Einnahme der Stadt Awdejewka sei der Gegner mehr als zehn Kilometer zurückgeworfen worden. Obwohl sich das ukrainische Militär ständig über einen akuten Munitionshunger beschwere, habe die Intensität seiner Artillerieangriffe nicht nachgelassen, gab Mordwitschew bekannt.

    Im Rahmen der Inspektion wurde die Rolle von Aufklärungs- und Kampfdrohnen hervorgehoben. Mordwitschew zufolge hätten russische Kampfdrohnen allein in den vergangenen zwei Wochen mehr als 700 gegnerische Ziele zerstört. Schoigu stellte die Aufgabe, den Truppenverband Mitte zusätzlich mit funkgesteuerten, elektronischen Kampfmitteln zu stärken.

    Darüber hinaus schaute sich der Minister erbeutete Waffen aus ausländischer Produktion an. Der Vize-Kommandierende des Truppenverbandes, Jewgeni Zindjaikin, machte Schoigu am Beispiel eines Transportpanzers vom Typ M113 aus US-Produktion auf Nachteile der westlichen Bewaffnung aufmerksam. Demnach wiesen fast alle ausländischen Fahrzeuge eine mangelnde Geländegängigkeit auf. Der Truppenverband werde auf dem Kampffeld mit dem gesamten Potenzial der NATO-Rüstungsindustrie konfrontiert, sagte Zindjaikin.   

    Schoigu zeichnete Kommandeure, die sich hervorgetan hatten, mit persönlichen Schusswaffen aus, sprach mit Armeeangehörigen und dankte ihnen für die musterhafte Erfüllung von Aufgaben.

  • 07:28 Uhr

    Russische Luftabwehr schießt sieben Drohnen über drei Gebieten ab

    In der Nacht zum Samstag hat das ukrainische Militär erneut versucht, Russland mit mehreren Drohnen anzugreifen. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte auf Telegram mit, dass die russische Luftabwehr gegen 23:15 Uhr Ortszeit (21:15 Uhr MEZ) einen Terroranschlag auf Objekte im Land verhindert habe. Weitere Einsätze der Luftabwehr habe es gegen 0:15 Uhr Ortszeit (22:15 Uhr MEZ) und im Zeitraum von 0:20 Uhr Ortszeit (22:15 Uhr MEZ) bis 2 Uhr Ortszeit (0 Uhr MEZ) gegeben. Dabei habe man insgesamt sieben unbemannte Luftfahrzeuge zerstört: drei über dem Gebiet Tula, zwei über dem Grenzgebiet Kursk und zwei über dem Gebiet Lipezk. Über Opfer oder Schäden wurde nicht berichtet.

  • 23.02.2024 20:00 Uhr

    20:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 19:56 Uhr

    Polnische Beamte erscheinen nicht zum Treffen mit ukrainischen Amtskollegen an der Grenze

    Der ukrainische Premierminister Denis Schmygal hat mitgeteilt, dass ein Treffen mit polnischen Vertretern über die Transportblockade an der Grenze nicht stattgefunden hat. Er schrieb auf seinem Telegram-Kanal:

    "[Selenskij] bot der polnischen Führung eine Plattform, um sich zu einigen und einen Kompromiss zu finden, hier, an der Grenze als gleichberechtigte Partner und Verbündete. Und die ukrainische Regierung ist heute hier. Aber leider hat ein solches Treffen mit polnischen Beamten heute nicht stattgefunden."

    Schmygal behauptete, dass die Ukraine in den vergangenen sechs Monaten unter einer ständigen Blockade durch Polen gelebt habe. Dies habe die Wirtschaft des Landes und seine Fähigkeit beeinträchtigt, sich besser zu verteidigen.

  • 19:26 Uhr

    Russische Streitkräfte greifen Drohnenmontagewerkstätten in Dnjepropetrowsk an

    Russische Einheiten hätten in der Nacht zum 23. Februar ein Öldepot, Lager der ukrainischen Streitkräfte und Werkstätten des Südlichen Maschinenbaubetriebs in Dnjepropetrowsk angegriffen, teilte der Koordinator des Widerstands in Nikolajew, Sergei Lebedew, gegenüber RIA Nowosti mit. Er sagte:

    "Einwohner von Dnjepropetrowsk berichten von mehreren Angriffen. Auf dem Foto sieht man die Folgen des Einschlags in das Öllager, den Ort namens 'Stan 550', das ist das Walzwerk Nr. 2 der privaten Aktiengesellschaft 'Dnjepropetrowski Metallurgisches Werk'."

    Nach Angaben der Agentur befanden sich an diesem Ort große Tanks mit Kraftstoff und Schmiermitteln.

    Lebedew legte auch Bilder vor, die eine große schwarze Rauchsäule zeigen, nachdem das Öllager getroffen worden war. Zuvor haben ukrainische Medien am Freitag berichtet, dass die Treibstofftanks eines Unternehmens in Dnjepropetrowsk nach dem Angriff Feuer gefangen hatten. Er fügte hinzu:

    "Es gibt Berichte über einen Treffer im südlichen Maschinenbaubetrieb, in den Werkstätten, in denen neue Drohnen hergestellt werden."

  • 19:01 Uhr

    Selenskij: Kiew hat nicht alle Lieferungen von Militärhilfe rechtzeitig und vollständig erhalten

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij gibt zu, dass im vergangenen Jahr nicht alle Lieferungen von Militärhilfe aus dem Westen rechtzeitig und in der zugesagten Höhe in der Ukraine angekommen sind. Bei einem Briefing mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Lwow sagt Selenskij:

    "Viele Entscheidungen wurden getroffen und viele wichtige Dinge wurden während unserer Gegenoffensive im vergangenen Jahr getan, es ist nur so, dass nicht alles so gelaufen ist, wie es hätte laufen sollen, nicht alle Lieferungen sind rechtzeitig erfolgt und nicht alle Lieferungen sind in der zugesagten Höhe erfolgt."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.