Nordamerika

Dementi aus dem Pentagon: Ukraine nicht bei "Tötung" russischer Generäle" unterstützt

Pentagon-Sprecher John F. Kirby hat Gerüchte zurück gewiesen, dass US-Geheimdienste die Ukraine mit Informationen versorgen, um russische Generäle zu töten. Das hatte die "New York Times" berichtet. Die US-Unterstützung für die Ukraine diene lediglich der "Verteidigung ihres Landes durch Gefechtsfeldinformationen".
Dementi aus dem Pentagon: Ukraine nicht bei "Tötung" russischer Generäle" unterstütztQuelle: Gettyimages.ru © Kevin Dietsch / Staff

Am 4. Mai publizierte die US-Zeitung New York Times (NYT) einen Artikel, dessen Inhalt das Pentagon, Hauptsitz des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten, zu umgehenden Darstellungen und Erklärungen nötigte. Der Artikel trägt die Überschrift: "US-Geheimdienst unterstützt Ukraine bei der Tötung russischer Generäle, sagen Beamte". Der Twitter-Beitrag lautete:

"Die USA haben Informationen geliefert, die den Ukrainern geholfen haben, viele der russischen Generäle, die im Ukraine-Krieg gefallen sind, ins Visier zu nehmen und zu töten, so hohe amerikanische Beamte."

Bei einer regelmäßigen Presseveranstaltung in den Räumlichkeiten des US-Verteidigungsministeriums dementierte Pentagon-Sprecher John Kirby gegenüber den anwesenden Journalisten umgehend die Unterstellungen der NYT. Laut Protokoll des Briefings erläuterte Kirby seine Darstellung der "Frage des Austauschs von Informationen mit der Ukraine":

"Erstens stellen die Vereinigten Staaten Informationen über den Kriegsschauplatz zur Verfügung, um den Ukrainern bei der Verteidigung ihres Landes zu helfen, und darüber haben wir schon oft gesprochen.

Wir liefern keine Informationen über den Aufenthaltsort hochrangiger militärischer Führer auf dem Schlachtfeld und beteiligen uns auch nicht an den Zielentscheidungen des ukrainischen Militärs.

Die Ukrainer haben, offen gesagt, viel mehr Informationen als wir."

Kirbys Äußerungen spiegeln die Aussagen der Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Adrienne Watson, wider, die zuvor in einer Reaktion auf den NYT-Artikel betonte, dass die US-Geheimdienste den ukrainischen Streitkräften Informationen nicht mit der Absicht zur Verfügung gestellt hätten, russische Generäle zu töten. Der Inhalt des Artikels der NYT beriefe sich auf die Aussagen "hoher amerikanischer Beamte". So heißt es in dem Text der NYT:

"Die Vereinigten Staaten haben Informationen über russische Einheiten geliefert, die es den Ukrainern ermöglichten, viele der russischen Generäle, die im Ukraine-Krieg gefallen sind, ins Visier zu nehmen und zu töten, so hohe amerikanische Beamte.

Ukrainische Beamte erklärten, sie hätten etwa 12 Generäle an der Front getötet, eine Zahl, die Militäranalysten erstaunt hat.

Die gezielte Hilfe ist Teil der geheimen Bemühungen der Regierung Biden, der Ukraine Informationen über das Schlachtfeld in Echtzeit zur Verfügung zu stellen."

Weiter heißt es in dem Artikel, dass "die gezielte Hilfe" Teil der geheimen Bemühungen der Regierung Biden darstellen würde, der "Ukraine Informationen über das Kampfgebiet in Echtzeit zur Verfügung zu stellen", so die ungenannten Beamten. Die Quellen, die für diesen Artikel interviewt wurden, "sprachen unter der Bedingung der Anonymität, um Einzelheiten der geheimen Informationen zu erörtern", so die NYT. Pentagon-Sprecher Kirby präzisierte in der Veranstaltung die offiziellen Darlegungen seitens der US-Seite:

"Die Ukraine kombiniert Informationen, die wir und andere Partner zur Verfügung stellen, mit den Informationen, die sie selbst auf dem Schlachtfeld sammelt, und dann trifft sie ihre eigenen Entscheidungen und ergreift ihre eigenen Maßnahmen."

Laut dem Artikel wollten die NYT-Quellen nicht angeben, wie sie an die Informationen der russischen Truppenhauptquartiere gelangt sind, aus "Angst, ihre Erfassungsmethoden zu gefährden". So hätten jedoch laut den Beamten "während des gesamten Krieges die US-Geheimdienste eine Vielzahl von Quellen genutzt, darunter geheime und kommerzielle Satelliten, um russische Truppenbewegungen zu verfolgen". Laut NYT hätten mittlerweile "amerikanische Beamte öffentlich eingeräumt", dass die Vereinigten Staaten im Vorfeld des russischen Einmarsches am 24. Februar begonnen hatten, der Ukraine "verwertbare Informationen zukommen zu lassen". So heißt es in dem Artikel:

"Vor dem Einmarsch warnten die US-Geheimdienste zum Beispiel vor einem bevorstehenden Angriff auf den Flughafen Hostomel nördlich von Kiew. Dies ermöglichte es der Ukraine, ihre Verteidigungsanlagen zu verstärken."

"Auch andere NATO-Verbündete stellen dem ukrainischen Militär Informationen in Echtzeit zur Verfügung", so weiter im Artikel der NYT. Pentagon-Sprecher Kirby teilte in der Presseveranstaltung die Einschätzung mit, dass die USA zurzeit "keine Hinweise darauf verfolgen würden, dass Weißrussland plane oder beabsichtige, "direkt in den Krieg in der Ukraine einzugreifen". Zur Frage der Existenz von "NATO-Waffen" im Kriegsgebiet, der Zerstörung durch die russische Armee und potentiellem Nachschub-Bedarf antwortete Kirby:

"Und was die Lieferungen von Nachschub, Waffen und Material betrifft, so gehen diese jeden Tag weiter, auch heute, und wir haben keine Anzeichen dafür gesehen, dass dieser Fluss behindert wurde. Ist das eine Antwort – ja."

Mit der Bitte um weitere Angaben oder genauere Details hinsichtlich der Darlegungen des NYT-Artikels antwortete der Pentagon-Sprecher:

"Wir stellen der Ukraine nützliche Informationen zur Verfügung, die es ihr ermöglichen, Entscheidungen zu treffen, um sich besser gegen diese Invasion zu verteidigen. Und – ich denke, je weniger darüber gesagt wird, desto besser."

Mehr zum Thema "Er wollte den Krieg" – Brasiliens Ex-Präsident Lula macht Selenskij mitverantwortlich für Konflikt

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team