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Ermittler der Emirate: Flydubai-Pilot plante Anschlag auf Flughafen Tel Aviv

Die Aussagen des Generalstaatsanwalts der Emirate entsprechen weitgehend dem, was unter anderem israelische Medien bereits vor Tagen schrieben: Auf dem Flug Dubai–Tel Aviv der Linie Flydubai sei ein Anschlag geplant gewesen.
Ermittler der Emirate: Flydubai-Pilot plante Anschlag auf Flughafen Tel Aviv© Urheberrechtlich geschützt

Nach Aussage des Generalstaatsanwalts der Vereinigten Arabischen Emirate soll der omanische Pilot, der den Flug Dubai-Tel Aviv in seine Gewalt zu bringen versuchte, einen Selbstmordanschlag auf den Flughafen von Tel Aviv geplant haben.

Er habe, so wird der Ermittler von CNN zitiert, "einen vorüberlegten Plan mit einem terroristischen Ziel ausgeführt, darauf abgezielt, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen und es zu nutzen, um einen Selbstmordanschlag gegen das Passagierterminal des Flughafens Ben Gurion auszuführen". Das Ziel sei die Verursachung "der größtmöglichen Zahl an Opfern" gewesen.

Der Verdächtige Hamam al-Hammami habe, so die Times of Israel unter Berufung auf den Generalstaatsanwalt, zwei vorhergehende Flüge genutzt, um sich "mit der Flugroute und dem Flughafen vertraut zu machen", ehe er seinen Angriff durchführte. Er habe angegeben, allein gehandelt zu haben. Derzeit werde jedoch noch ermittelt, ob es Komplizen gebe.

Al-Hammami soll in der Vergangenheit für verschiedene Fluglinien gearbeitet haben, darunter Oman Air und Royal Air Maroc, ehe er im vergangenen Januar zu Flydubai gekommen sei.

Der Generalstaatsanwalt erklärte, der verdächtige 29‑Jährige habe bereits 2017, während seines Studiums in Australien, Anzeichen einer Radikalisierung gezeigt. "In dieser Zeit wurde er durch Takfiri-Ideologie beeinflusst, durch das Lesen extremistischer Literatur und das Folgen von Online-Inhalten, die terroristische Organisationen und Selbstmordanschläge glorifizieren." Seinem Geständnis zufolge habe ihn der 11. September 2001 inspiriert und zu der Entscheidung geführt, eine Karriere als Pilot anzustreben.

Die Times of Israel merkte weiter an, Beamte des Schin Bet seien in die Emirate gereist, um an den Vernehmungen des Piloten teilzunehmen. Nicht bekannt ist, ob sie bereits in den Emiraten waren, als die Vernehmung stattfand, von der der Generalstaatsanwalt der Emirate spricht.

Insbesondere in arabischen Medien wird die Darstellung der Vorgänge in dem Flugzeug verschiedentlich angezweifelt, weil durch den berichteten Sturzflug weder Sauerstoffmasken ausgelöst wurden noch Wassergläser übergelaufen waren. In den sozialen Medien kursiert mittlerweile ein iranisches Video, das über die wundersame Rettung spottet, die durch zwei zufällig an Bord befindliche Piloten erfolgt sein soll. Israel steht kurz vor den Wahlen, und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wird vieles zugetraut.

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