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Ex-CIA-Analyst: Russland kann Ukraine kontrollieren, ohne Odessa einzunehmen

Aktuell würde es für die russische Armee genügen, die ukrainischen Schwarzmeerhäfen lediglich zu blockieren, um die Kontrolle über das Land zu erlangen. Dies erklärte der frühere US-Geheimdienstanalyst Larry Johnson. Ihm zufolge zeichnen sich Wege zur Beendigung des Konflikts ab.
Ex-CIA-Analyst: Russland kann Ukraine kontrollieren, ohne Odessa einzunehmen© Urheberrechtlich geschützt

Die russischen Streitkräfte seien bereits in der Lage, die gesamte Ukraine zu überwachen. Sie bräuchten dafür nicht die ukrainischen Schwarzmeerhäfen einzunehmen. Der ehemalige CIA-Analyst Larry Johnson äußerte sich dazu in einem Interview, das auf dem YouTube-Kanal "Dialogue Works" veröffentlicht wurde.

"In der Tat. Es genügt, einfach alles abzuriegeln, sodass nichts hinein- oder hinausgelangen kann. Dasselbe gilt für Nikolajew. Genau das tun die Russen", sagte Johnson. Damit unterstützte er den Interviewer, der meinte, Russland müsse die Hafenstadt Odessa nicht einnehmen, da Moskau die Ukraine auch ohne dies kontrollieren könne.

So hätten sich laut Johnson derzeit Wege zur Beendigung des Konflikts in der Ukraine herauskristallisiert.

In dem Zusammenhang führte der Ex-CIA-Analyst aus:

"Ich glaube, dass dies das Ende dieses Konflikts jetzt deutlich näher rücken lässt, denn wir haben den Punkt erreicht, an dem sich die USA nicht mehr leisten können, ihn fortzusetzen."

Laut dem britischen Militärexperten Alexander Mercouris könne der Verlust der Häfen von Odessa die ukrainische Wirtschaft zusammenbrechen lassen. Mercouris zeigte sich in einem Interview überzeugt, dass die Behörden von Odessa nicht in der Lage sein würden, die zerstörte Infrastruktur in kurzer Zeit wiederherzustellen, was die Lage in der Ukraine nur weiter verschärfen werde.

Die russischen Streitkräfte nehmen in der letzten Zeit Anlagen der Transportinfrastruktur und Logistikrouten, auch im Schwarzen Meer, zunehmend ins Visier, die im Interesse des ukrainischen Militärs benutzt werden.

Wie das Verteidigungsministerium in Moskau bekannt gab, führten Russlands Streitkräfte in den zurückliegenden 24 Stunden einen kombinierten Angriff auf militärische Ziele an 156 Orten durch. Dabei kamen die operativ-taktische Luftflotte, Kampfdrohnen, Raketen und Artillerie zum Einsatz.

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