
Lawrow: Russland erreicht seine Ziele in der Ukraine

Russland ist nach wie vor bereit, die von Washington beim russisch-US-amerikanischen Gipfel in Anchorage im vergangenen Jahr unterbreiteten Vorschläge umzusetzen. Dies erklärte der russische Außenminister Sergei Lawrow bei einer Pressekonferenz am Freitag in Moskau.
Nach dem Treffen der Präsidenten Wladimir Putin und Donald Trump in Alaska habe die russische Seite ihre Zusagen eingehalten, meinte Russlands Spitzendiplomat. "Unser Gewissen ist rein", fügte er hinzu.
Wie Lawrow betonte, hatten USA Russland damals versichert, den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij zu Zugeständnissen hinsichtlich einer Friedenslösung bewegen zu können. Washington sei aber nicht dazu in der Lage gewesen, stellte er klar.
Ferner wies der Außenminister auf öffentliche Äußerungen des französischen Staatschefs Emmanuel Macron hin, die Übereinkünfte von Anchorage seien nichtig, und "die USA stehen wieder an unserer Seite". Und der kommissarische Außenminister der Ukraine Andrei Sibiga habe erklärt, dass "wir die Anchorage-Abkommen begraben haben".
In diesem Zusammenhang führte Lawrow aus:
"Wenn es die Einschätzungen sind, die die US-Amerikaner teilen, was können wir dann tun? Natürlich haben wir schon mehrfach betont, dass wir eine politisch-diplomatische Lösung bevorzugen, aber wir werden unsere Ziele unter allen Umständen erreichen."

Lawrow sagte hierbei, in den USA sei der Ansatz von Anchorage modifiziert worden, wenn man einer Äußerung von US-Außenminister Marco Rubio nach urteile.
Rubio verkündete kürzlich nach Gespächen mit Lawrow am Rande des ASEAN-Gipfels in Manila, dass die beim Alaska-Gipfel vorgelegten Vorschläge gescheitert seien. "Die Ukrainer haben sie nicht akzeptiert", stellte Rubio fest. "Wir müssen neue Ideen entwickeln."
Putin und Trump hatten am 15. August 2025 in Anchorage Gespräche geführt. Das Treffen hatte fast drei Stunden gedauert. Wie der russische Präsident erklärte, waren bei der Zusammenkunft verschiedene Optionen zur Beendigung des Ukraine-Konflikts erörtert worden.
Moskau bekundete unter anderem seine Bereitschaft, in dieser Hinsicht eine Reihe von Kompromissen einzugehen. US-Vertreter betonten ihrerseits, dass in Anchorage keine direkten Vereinbarungen zwischen Putin und Trump getroffen worden seien.
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