
Putin: Für Europas Medien sind Russen weniger wert als Tiere

Von Wladimir Kornilow
"Eine Schande und eine Katastrophe. Sie täuschen ihre eigenen Bürger schlicht und einfach", so beschrieb der russische Präsident Wladimir Putin die Berichterstattung westlicher Medien über den Ukraine-Konflikt, die er als "Werkzeuge zur Massenverblödung" bezeichnete.
Putin wies darauf hin, wie diese Manipulation in den Nachrichten der dortigen Fernsehsender erfolgt. Es erscheinen Berichte über unglaubliche "Erfolge der ukrainischen Armee", beispielsweise im Zusammenhang mit deren Drohnen. Dieselben Drohnen der ukrainischen Streitkräfte greifen nachts schlafende Kinder in Starobelsk an. Russland versetzt einen mächtigen Vergeltungsschlag. Und schon am nächsten Tag schreien die westlichen Medien, nachdem sie die Nachrichten über den grausamen Angriff auf Starobelsk aus ihren Sendungen herausgeschnitten und diese geflissentlich "übersehen" haben: "Alarm! Russland eskaliert den Krieg!" Die westlichen Bürger greifen sich ans Herz und nicken verständnisvoll, wenn ihr Ministerpräsident oder Präsident erneut die Bereitstellung zusätzlicher Mittel aus ihren eigenen Taschen zur Unterstützung des Kiewer Regimes ankündigt.

Im Grunde funktioniert dieses Schema bereits seit zwölf Jahren – seit Beginn der blutigen Anti-Terror-Operation im Donbass. Doch manchmal versagt es dennoch. So handelt es sich beispielsweise bei dem Angriff auf Starobelsk um ein derart abscheuliches Verbrechen, dass einige systemkritische Medien und Blogger es nicht ignorieren konnten. Deshalb wurde dieses Thema in den sozialen Netzwerken heftig diskutiert – trotz aller Bemühungen der Mainstream-Medien, so zu tun, als würden sie diese Gräueltat nicht bemerken.
Um solche Nachrichten zu neutralisieren, wird jedoch parallel eine Kampagne zur Entmenschlichung unserer Bevölkerung insgesamt, einschließlich der Kinder, vorangetrieben! So veröffentlichte beispielsweise der Redakteur der britischen Zeitung The Daily Telegraph, Dominic Nicholls, im vollen Bewusstsein, dass er damit gegen die Genfer Konvention verstößt, einen Bericht aus einem Lager für russische Kriegsgefangene in der Westukraine.
Unter anderem interviewte er einen ukrainischen Kämpfer namens "Jewgen", der kürzlich aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt war. Dabei zitierte er dessen ungeheuerliche Worte: "Bis 2022 habe ich mich als Humanist betrachtet. Jetzt denke ich, dass ich immer noch ein Humanist bin – mit Ausnahme der Russen. Es ist mir einfach egal, was mit den Russen geschieht. Was hätte ich getan, wenn ich kleine Kinder gesehen hätte, die vor Hunger sterben? Früher hätte ich ihnen natürlich geholfen. Heute würde ich ihnen helfen, wenn sie keine Russen wären. Ich betrachte sie nicht als Menschen."
Und genau hier liegt die Erklärung für die gezielten Angriffe der Ukraine auf die Berufsschule in Starobelsk! Und genau dies erklärt die Haltung der westlichen Propaganda, die an diesen Angriffen nichts Verwerfliches sieht – schließlich sterben russische Kinder! Das heißt, es wird ein System umgesetzt, bei dem die Drohneneinheit für jeden getöteten Russen Punkte erhält. Und es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um einen Soldaten oder einen Zivilisten, einen alten Mann oder ein Kind handelt! Die für diese Punkte vergebenen Boni werden pünktlich gutgeschrieben. Und die westliche Presse beschreibt dieses System gerne als effizient und fortschrittlich!
Oder hier ein weiteres, ganz aktuelles Beispiel. Die Zeitung The Sunday Telegraph veröffentlichte an diesem Sonntag eine "Reportage" aus der ukrainischen Hauptstadt unter dem Titel: "Kinder aus Kiew hätten niemals auf ein Tier geschossen, [...] würden aber einen Russen töten". Die Botschaft des Korrespondenten dieser Zeitung ist offensichtlich: Russen seien weniger wert als Tiere. Genau aus diesem Grund sieht die britische Presse nichts Verwerfliches in Angriffen auf das Berufskolleg, in dem unsere Kinder schlafen.
Kürzlich wies James Marriott, Kolumnist bei The Times, auf ein alarmierendes Signal hin: Für das westliche Publikum sei der Tod wieder zur Unterhaltung geworden, so wie zu Zeiten öffentlicher Hinrichtungen, als die Menschenmenge jubelnd zuschaute, wenn jemand gehängt oder auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Insbesondere wurde ein "neues Unterhaltungsgenre" erwähnt: live mitzuverfolgen, wie eine ukrainische Drohne, begleitet von pathetischer Musik, einen russischen Soldaten tötet.
Nur scheint der Autor nicht berücksichtigt zu haben, dass seine eigene Zeitung zu den Vorreitern dieses neuen Genres zynischer Unterhaltung für die britische Öffentlichkeit gehört. Nur wenige Tage vor Erscheinen dieses Artikels veröffentlichte The Times im Internet einen Dokumentarfilm ihres Propagandisten Maxim Tucker über ukrainische Drohnenpiloten, die sich durch das Töten von Menschen "blutige Punkte" verdienen, und machte dafür umfangreich Werbung. Unter anderem wurde dort der Kommentar einer jungen Frau namens "Kateryna" wiedergegeben, die einen Nazi-Aufnäher am Arm trug (die Zeitung kam nicht einmal auf die Idee, ihn unkenntlich zu machen). Lächelnd erzählte sie, sie "empfinde Genuss" beim Töten von Russen und halte dies für Ausdruck ihres "Mutterinstinkts". Kein Wunder also, dass diese Zeitung auch die Angriffe auf die Kinder von Starobelsk "nicht bemerkt" hat.
Die Dämonisierung Russlands und die Entmenschlichung russischer Bürger haben in letzter Zeit in den westlichen Medien ein beispielloses Ausmaß angenommen. Vor kurzem zeigte sich der Herausgeber der niederländischen Zeitung NRC zutiefst empört über Aufrufe, diese Hetzkampagne zu beenden. Er begründete dies damit, dass der Versuch, Russen als Menschen wie alle anderen darzustellen, eine "Gleichsetzung von Aggressor und Opfer" bedeuten würde.
Dabei stehen all diese Aufrufe, Russen zu töten, sie nicht als Menschen zu betrachten und die Ermordung unserer Kinder zu ignorieren, im Zusammenhang mit politischen Zielen, die längst ebenfalls nicht mehr verborgen werden. So legte der ständige Kommentator der dänischen Zeitung Jyllands-Posten, Per Nyholm, den weiteren Plan Europas anschaulich dar: zunächst das Ende des Ukraine-Kriegs und anschließend Referenden in Russland nach dem Vorbild der Volksabstimmung von 1920 in Schleswig. Der Däne meint, es sei nichts Schlimmes dabei, wenn der russische Staat zum dritten Mal geteilt werde: "Europa sollte nicht zum Fortbestehen Russlands beitragen. Aus europäischer Sicht gibt es zwischen Ostsee und Pazifik genug Platz für ein Dutzend oder ähnlich viele ziemlich große, friedlichere und möglicherweise demokratischere Staaten."
Die Linie der westlichen Propaganda ist, wie man sieht, klar und deutlich: Man entmenschlicht die Russen in den Augen der eigenen Öffentlichkeit, verschließt die Augen vor deren Ermordung und begrüßt dies sogar, um anschließend an der Teilung Russlands mitzuwirken. Es ist offensichtlich, dass dieser Ansatz nichts Neues an sich hat. All dies wurde bereits in der Broschüre "Der Untermensch" dargelegt, die 1942 auf Anweisung des SS-Reichsführers Heinrich Himmler herausgegeben wurde.
Es war gerade Himmler, der die Nazi-Horden vor ihrem Feldzug gegen die UdSSR im Sommer 1941 mit folgenden Worten anfeuerte: "Wenn ihr, meine Freunde, im Osten kämpft, setzt ihr denselben Kampf gegen dasselbe Untermenschentum fort, gegen dieselben niederen Rassen, die einst unter dem Namen der Hunnen auftraten, und später – vor 1.000 Jahren zur Zeit der Könige Heinrich und Otto I. – unter dem Namen der Ungarn und in der Folge unter dem Namen der Tataren. Dann traten sie erneut unter dem Namen Dschingis Khans und der Mongolen in Erscheinung. Heute heißen sie Russen."
Legen Sie diese Worte über all die hier angeführten Zitate der heutigen europäischen "Werkzeuge zur Massenverblödung" – und Sie werden keinen Unterschied finden. Die Europäer werden erneut, wie schon vor 85 Jahren, auf einen Krieg gegen "Untermenschen" vorbereitet. Genau deshalb ignorieren die dortigen modernen Versionen des "Völkischen Beobachters" die Ermordung russischer Kinder.
Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 1. Juni 2026 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.
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