Liveticker Ukraine-Krieg: Selenskij bittet Rubio um Wiederherstellung des Starlink-Zugangs

20.10.2026 13:40 Uhr
13:40 Uhr
Drei Verletzte nach ukrainischem Drohnenangriff auf Energieanlage im Gebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte haben nach vorläufigen Angaben mit einer Starrflüglerdrohne eine Energieanlage im Bezirk Oktjabrski im Gebiet Kursk angegriffen. Wie der Gouverneur des Gebiets, Alexander Chinstein, mitteilt, wurden dabei drei Männer verletzt. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht. Zudem wurde laut Chinstein die Stromversorgung von fast 17.000 Kunden gestört.
13:15 Uhr
Miroschnik: 8.200 ukrainische Angriffe auf zivile Objekte in Russland binnen einer Woche
Der Sonderbeauftragte des russischen Außenministeriums, Rodion Miroschnik, erklärte, die Zahl der ukrainischen Angriffe auf zivile Objekte in Russland sei in der vergangenen Woche auf extrem hohem Niveau geblieben und habe rund 8.200 erreicht. Die ukrainischen Truppen griffen demnach täglich etwa 1.200-mal russische Gebiete an.
Zudem betonte Miroschnik, die Führung in Kiew habe in der vergangenen Woche keine Bewegung in Richtung einer Waffenruhe im Energiebereich gezeigt.
12:57 Uhr
Ukrainischer Abgeordneter hält Finanzierung der Streitkräfte ohne den Westen für unmöglich
Die Ukraine sei angesichts ihrer Wirtschaftslage nicht in der Lage, die Streitkräfte ohne Hilfe westlicher Staaten zu finanzieren. Das sagte der ukrainische Abgeordnete Alexei Gontscharenko, der in Russland auf der Liste der Extremisten und Terroristen geführt wird, in einem Interview mit der Agentur RBK-Ukraine. Gontscharenko erklärte:
"Sobald die externe Finanzierung aufhört, werden wir nicht imstande sein, große und starke Streitkräfte zu finanzieren, denn unsere Wirtschaft ist zerstört."
Außerdem müsse Kiew Gontscharenko zufolge nach Wegen zu einem Friedensabkommen mit Moskau suchen, solange die ukrainischen Streitkräfte noch Widerstand leisten könnten. Andernfalls werde niemand mit den ukrainischen Behörden verhandeln, zeigte sich Gontscharenko überzeugt. Er sagte:
"Wenn die Front fällt, wird Putin mit uns über nichts verhandeln, daran besteht kein Zweifel. Wenn die Streitkräfte uns Zeit verschaffen, müssen Politiker und Diplomaten diese Zeit für die Suche nach einem Ausweg nutzen."
12:35 Uhr
EU im Dilemma: Anhaltende Blockade im Rat bei Haushaltsdiskussion

(Symbolbild) Die EU-Granden in Brüssel, 19. Juni 2026.Urheberrechtlich geschützt Während in Frankreich Hunderttausende gegen Sparpolitik und soziale Unsicherheit protestieren, ringt die EU um ihren Haushalt und weitere Milliarden für die Ukraine. Zwischen nationalen Interessen, wachsenden Belastungen und drohenden Wahlniederlagen zeigt sich einmal mehr: Ein europäischer Konsens ist kaum in Sicht.
Mehr dazu in diesem Meinungsartikel von Pierre Levy auf unserer Website.
12:16 Uhr
Russische Truppen zerstören Artillerie und Munitionslager der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet Saporoschje
Das Verteidigungsministerium in Moskau teilt mit, dass die Piloten von Angriffsdrohnen des russischen Truppenverbands Ost im Gebiet Saporoschje Artilleriegeschütze vom Typ Bogdana, einen Mehrfachraketenwerfer BM-21 Grad sowie ein Lager mit Artilleriemunition zerstört haben.
Das russische Verteidigungsministerium veröffentlicht auf Telegram entsprechende Videoaufnahmen.
11:48 Uhr
WSJ: Pentagon-Chef hält Patriot-Lieferungen an Kiew weiter in der Schwebe
Die US-Administration habe die Lieferung von Abfangraketen für das Flugabwehrraketensystem Patriot an Kiew nicht genehmigt. Das berichtet die Zeitung Washington Post unter Berufung auf eigene Quellen.
Demnach habe Pentagon-Chef Pete Hegseth die Lieferung von Raketen aus anderen Ländern an die Ukraine bislang nicht bestätigt. Er habe sie der Zeitung zufolge nicht blockiert, aber auch die nötigen Verfahren für die Genehmigung nicht abgeschlossen. Die Munition wird in den USA hergestellt und nach einer Vereinbarung exportiert, die für die Weitergabe an Drittstaaten die Zustimmung Washingtons vorsieht.
11:17 Uhr
Selenskij bittet Rubio um Wiederherstellung des Starlink-Zugangs für die Ukraine
Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij hat in einem Telefongespräch mit US-Außenminister Marco Rubio darum gebeten, der Ukraine den Zugang zur Satellitenkommunikation Starlink/Starshield wiederherzustellen. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb Selenskij:
"Ich habe mit Marco Rubio gesprochen, und es war ein sachliches Gespräch – über die Themen, die wirklich wichtig sind. […] Drittens: Der Zugang zu Starlink/Starshield, der wiederhergestellt werden muss."
Außerdem wurden laut Selenskij Abfangraketen gegen ballistische Raketen sowie die Frühwarnung vor russischen ballistischen Raketenangriffen besprochen. Beide Punkte bezeichnete er als lebenswichtig.
10:45 Uhr
Militärausgaben: Ein Tag des Konflikts kostet den ukrainischen Haushalt 266 Millionen US-Dollar
Ein Tag des Konflikts kostet den ukrainischen Haushalt 2026 im Durchschnitt 266 Millionen US-Dollar. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf Daten des ukrainischen Finanzministeriums.
Demnach stellt die Ukraine 2026 insgesamt 4,37 Billionen Griwna für den Unterhalt ihrer Streitkräfte bereit, was rund 97,1 Milliarden US-Dollar entspricht. In dieser Summe sind die Gehälter der Soldaten, die Anschaffung von Waffen und Ausrüstung, Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben sowie sonstige Ausgaben enthalten. Somit kostet ein Tag des Konflikts den ukrainischen Haushalt 2026 im Durchschnitt 266 Millionen US-Dollar.
2027 soll die Belastung weiter steigen. Laut RIA Nowosti sehe der ukrainische Haushaltsgesetzentwurf Militärausgaben von 108,6 Milliarden US-Dollar vor, womit sich die täglichen Ausgaben auf 297,5 Millionen US-Dollar beliefen.
Die Summen umfassen der Agentur zufolge nur die direkten Haushaltsausgaben und nicht den Wert der westlichen Waffen, die Kiew erhält. Deshalb können Schätzungen der Gesamtkosten weit auseinandergehen. RIA Nowosti erinnert auch daran, dass der ukrainische Außenminister Andrei Sibiga im Mai erklärt hatte, ein Tag tatsächlicher Kampfhandlungen koste das Land etwa 450 Millionen US-Dollar.
10:13 Uhr
Axios-Korrespondent: Witkoff will nach Konsultationen in Oslo Putin in Russland treffen
Der Sondergesandte des US-Präsidenten, Steve Witkoff, hoffe, nach Konsultationen mit dem ukrainischen Staatschef Wladimir Selenskij in Oslo nach Russland zu reisen und dort den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen. Das schrieb Barak Ravid, Korrespondent des Portals Axios und des israelischen Fernsehsenders Kanal 12, auf X unter Berufung auf Quellen.
Laut seinem Gesprächspartner wolle Witkoff mit Putin Vorschläge besprechen, die gemeinsam mit der Ukraine und den europäischen Partnern erarbeitet worden seien. Der Sondergesandte und Schwiegersohn des US-Präsidenten, Jared Kushner, werde Witkoff diesmal nicht persönlich zum Treffen in Oslo begleiten, weil er an Grippe erkrankt sei. Er werde aber virtuell daran teilnehmen.
09:46 Uhr
Die Ukraine greift russisches Gebiet Belgorod binnen eines Tages 102-mal an
Der Gouverneur des russischen Gebiets Belgorod, Alexander Schuwajew, teilt auf Telegram mit, dass die ukrainischen Streitkräfte das Gebiet binnen 24 Stunden 102-mal angegriffen haben. Der Gegner feuerte demzufolge zehnmal mit Artillerie und Mehrfachraketenwerfern und warf zweimal Sprengsätze von Drohnen ab. Über dem Gebiet wurden 84 Drohnen abgeschossen oder elektronisch unterdrückt.
In den Bezirken Krasnaja Jaruga und Schebekino wurden fünf Menschen verletzt. Alle Verletzten erhalten die notwendige medizinische Hilfe.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
