Nahost

Medien: USA schicken weiteren Flugzeugträger nach Nahost

Das Pentagon verlegt eine dritte Kampfgruppe um einen Flugzeugträger samt weiteren Kriegsschiffen in den Nahen Osten. Laut Quellen von US-Medien sei jedoch unklar, ob die "USS Theodore Roosevelt" stationierte Flugzeugträger ersetzen oder zusätzlich zu diesen eingesetzt werde.
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Ungenannte Quellen aus dem Pentagon erklärten gegenüber dem Wall Street Journal (WSJ, Bezahlschranke) und dem Portal Axios, dass weitere entsandte Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge samt den notwendigen Marineeinheiten bis Ende November im Nahost-Krisengebiet eintreffen könnten. Laut dem WSJ-Artikel stocken die USA ihre Truppenpräsenz in der Region "um 9.000 bis 10.000 Soldaten" auf. Ein US-Beamter erklärte gegenüber Axios, dass der Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt den Heimathafen San Diego bereits verlassen habe und "auf dem Weg in die Region" sei.

Das US-Verteidigungsministerium verlegt laut US-Regierungsvertretern auf Anordnung der Trump-Administration eine dritte Flugzeugträger-Kampfgruppe sowie zusätzliche Schiffe des Marine Corps in den Nahen Osten. Zwei Flugzeugträger, die "USS George H.W. Bush" und die "USS George Washington", befinden sich bereits in der Kriegsregion. Nun verließ laut Axios-Artikel der dritte US-Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" "unauffällig" seinen aktuellen Standort in Kalifornien.

Die sogenannte "Amphibious Ready Group" der "USS Makin Island", bestehend aus drei Amphibienfahrzeugen mit zugehörigen Marinesoldaten der 13. Marine Expeditionary Unit an Bord, sei dabei am Montag von dem US-Stützpunkt am nördlichen Ende der Coronado-Halbinsel in der San Diego Bay, Kalifornien, aufgebrochen.

Das US-Militär hatte zuvor laut Axios-Informationen zudem in den letzten Wochen "zwei weitere Patriot-Raketenbatterien entsandt", um damit für die von Iran attackierten Partner in der Region "Öl- und Gasanlagen in Saudi-Arabien und Katar zu schützen".

Sollte die "Washington" nach finaler Ankunft der "Roosevelt" dabei vor Ort bleiben, was laut den Medienquellen bislang nicht bekannt sei, wären in der Krisenregion zum ersten Mal seit April dieses Jahres "wieder drei Flugzeugträger-Kampfformationen im Einsatz", fasst das WSJ das potenzielle Szenario zusammen. Weiter spekuliert das WSJ:

"Es ist denkbar, dass die 'USS George Washington' die Region verlässt und zu ihrem Heimathafen in Japan zurückkehrt. In diesem Fall würde die Streitmacht wieder auf zwei Flugzeugträger reduziert. Sprecher des Weißen Hauses und des Pentagons äußerten sich bislang nicht."

Die zusätzlichen Soldaten auf den eintreffenden Kriegsschiffen, die diese Woche entsandt wurden, würden laut WSJ-Artikel "die Zahl der bereits in der Region stationierten mehr als 50.000 Soldaten weiter erhöhen", gab einer der US-Beamten zu Protokoll.

Washington ist dabei militärisch auf die notwendige Zustimmung Saudi-Arabiens angewiesen, erneut seinen Luftraum nutzen zu dürfen, falls größere Kampfhandlungen ab November, nach den US-Zwischenwahlen, wieder aufgenommen werden sollten.

Es gilt laut Einschätzungen von politischen Analysten in US-Medien jedoch "als unwahrscheinlich", dass die regionalen Partner ihre Zustimmung erteilen, wenn diese den Eindruck haben, dass ihre Ölanlagen nicht entsprechend geschützt werden.

Nach Angaben von Vertretern der US-Marine hat das Pentagon in den letzten Monaten rund 20 Marineschiffe in der Straße von Hormus stationiert, "um ihre Blockade durchzusetzen" und internationale Handelsschiffe bei der Durchfahrt durch die strategisch wichtige und umkämpfte Passage zu eskortieren.

In den vergangenen Wochen verlängerte zudem US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die Einsätze weiterer Truppenteile, "die für größere Kampfhandlungen entscheidend sind", so Axios.

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