Russisches Militär präsentiert tragbare Laserwaffe (VIDEO)

Russlands Militär hat ein tragbares Lasersystem vorgestellt, das bereits in Serienproduktion ist. Es dient vor allem der Entschärfung von Minen und Blindgängern aus sicherer Entfernung. Das Laser-Minenräumsystem ist eine verkleinerte Version einer robotergestützten Variante.

Das russische Militär hat ein neues, tragbares Lasersystem vorgestellt, das Minen und Blindgänger aus bis zu 100 Metern Entfernung sicher entschärfen kann.

Das in einem Bericht des offiziellen Militärsenders Swesda TV am Sonntag vorgestellte System basiert auf einem größeren System für ferngesteuerte Kleinfahrzeuge. Der Sender präsentierte beide Varianten zusammen mit weiteren Modulen für das unbemannte Kettenfahrzeug Kurier, das vom russischen Militär in großem Umfang eingesetzt wird.

Das kleinere System wird von einem rucksackähnlichen Akku gespeist und verfügt über einen 1-Kilowatt-Laser. Sein Strahl ist stark genug, um innerhalb von Sekunden eine Kunststoffhülle zu durchdringen, vorausgesetzt, der Schütze zielt ruhig. Das Video zeigte, dass die besten Ergebnisse erzielt werden, wenn das System auf einem Stativ montiert ist.

Die größere Variante verfügt über die doppelte Leistung und montiert den Projektor auf einer ausfahrbaren Hebeplattform, wodurch der Laser auch aus der Deckung heraus abgefeuert werden kann. Laut Entwickler ermöglicht die höhere Stabilität und Strahlstärke eine Reichweite von bis zu 500 Metern. Sowohl das plattformbasierte Modul als auch die tragbare Waffe befinden sich in Serienproduktion.

Ein Laser-Bombenentschärfungssystem entzündet den Sprengstoff in der Zielmunition und verbrennt ihn, ohne eine Detonation auszulösen. In Hochrisikogebieten ist der Einsatz aus der Distanz notwendig und trägt dazu bei, die Gefahr durch Sprengfallen mit hochentwickelten Sensoren zu verringern, die beim Annähern eines Bombenentschärfers oder eines konventionellen Roboters auslösen können.

Der Bericht von Swesda zeigte auch weitere Module, die für die Kurier-Plattform entwickelt wurden, darunter einige, die von einer Pioniereinheit an der Front im Ukraine-Konflikt konstruiert wurden. Eine dieser Entwicklungen ist mit einem Bohrer ausgestattet und dient dazu, Löcher für Pfosten vorzubereiten, bevor Anti-Drohnen-Netze über Straßen im Kampfgebiet installiert werden.

Sowohl Russland als auch die Ukraine entwickeln neue Einsatzmöglichkeiten für ferngesteuerte Fahrzeuge, die zunehmend für Kampfeinsätze, Nachschubmissionen, medizinische Evakuierungen und militärische Pioniereinsätze eingesetzt werden.

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