USA, Russland, Deutschland – Top-3 bei Rüstungsexporten

Russlands Waffenexporte belegten im Jahr 2025 den zweiten Platz weltweit mit einem Wert von rund 15 Milliarden US-Dollar – und die BRD stieg dank der Wiederaufrüstung ganz Europas erstmals unter die drei größten Exporteure auf, mit Rekordwerten von 8,9 Milliarden US-Dollar.

Jüngste Daten des Center for Analysis of World Arms Trade (CAWAT) zu den größten rüstungsexportierenden Ländern der Welt – die für das Jahr 2025 – wurden am 23. September 2026 in der Form einer Rangliste veröffentlicht. Den Auswertungen des CAWAT zufolge führten die Vereinigten Staaten die Rangliste mit einem Wert an ausgeführten Rüstungsgütern von 44,603 Milliarden US-Dollar an und erreichten damit einen Marktanteil von 37,32 Prozent. Am Marktanteil des größten Waffenexporteurs der Welt hat sich also nicht viel geändert – sie sind im Vergleich zum Jahr 2024 lediglich um 0,6 Prozentpunkte gesunken, während der Wert der von ihnen ausgeführten Güter dagegen um knapp zwei Milliarden US-Dollar gestiegen ist.

Dieselben Daten besagen, dass mit einem Wert von rund 15 Milliarden US-Dollar ein Anteil von 12,55 Prozent an den weltweiten Rüstungsexporten im vergangenen Jahr auf Russland entfiel. Auch hier ist die Veränderung des Weltmarktanteils mit nur knapp einem viertel Prozentpunkt (12,32 Prozent waren es im Jahr 2024) nur minimal – während immerhin der Wertanstieg mit gut einer Milliarde US-Dollar, gemessen am Ausgangsniveau, zwar durchaus spürbar ist, aber ebenfalls keinen Rekordanstieg darstellt.

Dieses relative "Fehlen von Nachrichten" ist jedoch eine Nachricht für sich – bedenkt man, wie viel der kollektive Westen über die letzten Jahre dafür unternommen hat, mittels Sanktionen allen möglichen Waren aus Russland auf dem Weltmarkt die Liquidität zu rauben. Dies ist nicht gelungen, obwohl es sehr wohl zu Unannehmlichkeiten für Russland als Lieferant ebenso wie für die Abnehmer seiner Rüstungsgüter führte und führt.

So halten CAWAT-Experten in der russischen Zeitschrift Nationale Verteidigung fest:

"Man muss vermerken, dass sich die westlichen Sanktionen nur in einem Mindestmaß auf das Volumen des russischen Rüstungsexports ausgewirkt haben. Doch sie haben Russland ebenso wie seine ausländischen Besteller dazu gezwungen, alternative Zahlungswege für die gelieferten Waffensysteme und weiteres Militärgerät zu suchen – sowie auf die Bekanntgabe sowohl der gelieferten Waffentypen als auch der Bestellerländer und der Liefervolumina zu verzichten."

Dieser Verzicht – vermutlich, um der Wirkung von Sanktionen zu entgehen – mache gleichzeitig Wertungen der weltgrößten westlichen analytischen Zentren und Denkfabriken im Hinblick auf Russland unverlässlich, so ein nachfolgender Hinweis.

Abgeschlossen wird die Top-3 von Deutschland – mit Exporten im Wert von 8,903 Milliarden US-Dollar und einem Anteil von 7,45 Prozent am Weltmarkt. CAWAT-Experten kommentieren dies wie folgt:

"Das ist ein Rekordwert im Lieferungswert an Rüstungsexporten in der neuesten Geschichte."

Grund seien vor allem Bestellungen von Panzerfahrzeugen anderer EU-Mitglieder, die ihre zuvor bestehenden Flotten an (überdies teilweise veralteten) Panzern und Ähnlichem zu einem bedeutenden Teil an die Ukraine übergeben haben.

Zu den fünf größten Waffenlieferanten zählten außerdem Südkorea mit 8,779 Milliarden US-Dollar und Frankreich mit 8,630 Milliarden US-Dollar. Insgesamt 20 Länder schafften es auf die Liste der weltweit größten Waffenlieferanten.

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