Sacharowa an Literaturwettbewerbs-Teilnehmer: Russische Sprache blüht auch im Ausland weiter

Russisch wird auch im Ausland eine Sprache bleiben, in der zahlreiche Menschen denken, streiten, lieben – und schreiben. Und das allen Versuchen zum Trotz, das russische Wort zu ersticken. Das Feuer der russischen Wortkunst aber sei am besten mit einem Wettbewerb anzufachen, so Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa.

Die russische Sprache lebt auch im Ausland weiter – Intrigen von Missgünstigen zum Trotz. Dies hält Maria Sacharowa in ihrer Ansprache an die bisher angemeldeten, aber auch potenziellen Teilnehmer des "Russki Glagol" fest – eines neu ins Leben gerufenen Wettbewerbs in russischer Literatur für Ausländer und dauerhaft im Ausland lebende Russen. Die offizielle Vertreterin des russischen Außenministeriums erinnert in ihrer Videobotschaft an die Teilnehmer daran, dass Russisch eine Sprache der Wissenschaft, darunter auch der Grundlagenforschung ist, eine Sprache altehrwürdiger Gottesverehrung und einer insgesamt großartigen kulturellen Tradition; auch, dass es eine der sechs offiziellen Sprachen der Vereinten Nationen ist, konnte die Diplomatin Sacharowa schon von Berufs wegen nicht unerwähnt lassen.

Allerdings machen nicht nur diese Tatsachen Russisch zu einer Sprache der internationalen Kommunikation, betont Russlands Außenamtssprecherin:

"Doch vor allem ist es eine oder die Muttersprache für Millionen Menschen, die heute außerhalb der Russischen Föderation leben."

Russen und russischsprachige Menschen anderer Nationalitäten, erinnert sie, leben heute vor allem in den GUS-Staaten – wie Kasachstan, Kirgisistan, Weißrussland, Armenien, Usbekistan – aber auch in anderen Ländern.

Themengerecht unterstreicht Sacharowa im Gesamtkulturschaffen speziell die Literatur als das aus sprachlicher Sicht zweifellos wichtigste Betätigungsfeld, das direkt vom Leben gespeist wird:

"Gerade in der russischen Sprache denken diese Menschen, streiten sich, geben sich Liebesgeständnisse – und auf Russisch schreiben sie auch Gedichte und Prosa. Und gerade für sie wurde dieser Wettbewerb ins Leben gerufen: 'Russki Glagol' lenkt die Aufmerksamkeit wieder auf etwas, das wir zuweilen vergessen – russischsprachige Literatur auch außerhalb Russlands wurde niemals auch für einen Tag in ihrem Wirken unterbrochen. Sie lebt, entwickelt sich weiter, sucht und findet ihr Publikum überall dort, wo das russische Wort erklingt."

Und das russische Wort – im Übrigen eine der überaus zahlreichen Bedeutungen des Wortes "glagol", das aber im Wettbewerbsnamen eher als "Wortkunst" zu übersetzen ist – erklingt auch dort, wo man es zu ersticken versucht. Nicht zuletzt wurde der Wettbewerb "Russki Glagol" als solcher auf der Plattform des Russkoje Pole ("Russisches Feld") ins Leben gerufen, einer Literatur- und Publizistikzeitschrift, die von russischsprachigen Schrifttätigen ausgerechnet in Moldawien herausgegeben wird – in einem Land, wo nach der Abschaffung des Russischen als Amtssprache auch seine Verfolgung als einer Alltagssprache einer mindestens bedeutenden Menschenzahl, wenn nicht gar einer Mehrheit, zunehmend grassiert:

"Es ist symbolträchtig, dass der Wettbewerb in Moldawien begann, wo Russisch im Alltag weiterhin erklingt – allen Machenschaften jener zum Trotz, die völlig unverständlicherweise den sie quälenden und überaus ungesunden Wunsch hegen, es auszurotten."

Jedenfalls läuft ein Feuer Gefahr, auszugehen, wenn man es nicht nährt und anfacht – und Russlands Außenministerium unterstützt daher konsequent Projekte zum Erhalt der Stellung der russischen Sprache in der Welt. Sacharowa wörtlich:

"Und dafür ist ein Literaturwettbewerb wohl eines der am präzisesten wirkenden Mittel. Denn er zwingt den Menschen eine Sprache nicht auf, sondern gibt ihnen einen Anlass, in ihr zu schreiben – und übrigens auch eine Gelegenheit, durch ein ebenso russischsprachiges Publikum bewertet zu werden."

Die Diplomatin wünschte dem Wettbewerb guten Zulauf würdiger Autoren mit starken Texten sowie ein langes Fortbestehen:

"Auf dass Russki Glagol zu einer Tradition werde!"

Der Wettbewerb "Russki Glagol" ("Russische Wortkunst") bringt russischsprachige Schriftsteller, Dichter, Dramatiker und Übersetzer aus verschiedenen Ländern zusammen. Teilnehmen kann man also mit eigenen Werken auf Russisch oder auch Übersetzungen ins Russische in den Bereichen Prosa, Gedichte, Schauspiel – sowie Kinderliteratur. Ziel ist es, die russische Sprache im globalen Kulturraum zu verbreiten und zu fördern. Das Projekt wird vom russischen Außenministerium, der Präsidialen Stiftung für Kulturinitiativen und dem Russischen Schriftstellerverband unterstützt.

Bewerbungen sind vom 10. Juli bis zum 10. September 2026 einzureichen – auf der offiziellen Website rusglagol.org.

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