Altersbeschränkung mit Wirkung – Migrationsgewalt zu brutal für deutsche Kinobesucher?

Am 19. Juni kam der neueste Film des deutschen Nischenregisseurs Uwe Boll in die US-Kinos. Der Filmemacher hätte dabei sein Werk gerne auch dem deutschen Publikum angeboten. Nun ist der Film gleich zweimal bei der FSK durchgefallen, der notwendigen Selbstkontrolle der hiesigen Filmwirtschaft.

Der deutsche Filmemacher Uwe Boll gilt in der Branche als bewusster Provokateur, der regelmäßig mit seiner Themenwahl auch Kritik hervorruft. In diesem Monat wird das jüngste Schaffenswerk Bolls in die Kinos kommen. Der Titel lautet im Original "Citizen Vigilante", also "Bürgerwehr", auch Selbstjustiz. Aus Gründen der erhofften Rückfinanzierung erwartete der Regisseur auch die Zulassung für den deutschen Kinomarkt. Die notwendige Prüfung durch die Freiwillige Selbstkontrolle (FSK) macht ihm nun einen Strich durch die Rechnung. Die Freigabestelle hat den Film gleich zweimal keine FSK-Freigabe ab 16 oder 18 Jahren erteilt, was den Vertrieb über Kinos in Deutschland erschwert und fast unmöglich macht.

Boll hatte in der Vorwoche in seinem Filmpodcast auf YouTube angekündigt, dass seit dem 19. Juni sein aktueller Film in ausgesuchten Kinosälen in den USA und Kanada zu sehen sei. Der Regisseur hatte weiter erklärt, dass er demgegenüber erhebliche Probleme hat, sein neuestes Werk den deutschen Kinointeressierten präsentieren zu können. Boll berichtet, dass der Film keine Freigabe ab 16 oder 18 Jahren erhalten hat.

Nach einem ersten Durchgang war eine notwendige FSK-Freigabe abgelehnt worden, woraufhin der Regisseur Widerspruch einglegte. Mit der zweiten Freigabeverweigerung für das anvisierte Zielpublikum, dem Film kein von der FSK benötigtes Kennzeichen zu erteilen, würde der Vertrieb in Deutschland mutwillig erschwert und behindert. Boll vermutet, dass der Inhalt seines Films dabei eine wesentliche Rolle spielt. So titelt der britische Telegraph zum Ereignis:

"Der Film über einen Selbstjustizler, der Migranten tötet – und in Deutschland verboten wurde. Das provokante neue Drama 'Citizen Vigilante' mit dem 'gecancelten' [Schauspieler] Armie Hammer in der Hauptrolle wirft die Frage auf, ob das Kino zu viel Angst vor politischem Zorn hat."

Zum Inhalt des Films heißt es in Branchenartikeln:

"Die Story dreht sich um einen Mann namens Sanders, der angesichts der scheinbaren Ohnmacht der Justiz beschließt, Kriminelle auf eigene Faust zur Rechenschaft zu ziehen."

Im Telegraph-Artikel wird zum Filmplot erklärt, der Film beginne damit, dass "eine Mutter vor den Augen ihres entsetzten Sohnes von kriminellen Migranten erstochen wird". Hauptdarsteller Hammer spiele die Rolle "des Sanders, eines ganz normalen Mannes, der angesichts des Zusammenbruchs von Recht und Ordnung zunehmend frustriert ist und die Sache daher selbst in die Hand nimmt". Ein US-Branchenkollege kommentiert auf X zu den teils sehr realen, brutalen Szenen im Film, dabei auch bezugnehmend auf den in dieser Woche in England veröffentlichten "Rape Gang Inquiry Report" zu migrantischen "Grooming-Banden":

"Die Veröffentlichung von 'Citizen Vigilante' könnte nicht passender sein. Dieser Ausschnitt aus dem Film sollte mit einer Warnung versehen sein. Sie sind gewarnt."

Boll bezeichnet die FSK-Verweigerung als "totale Kulturzensur", "da erwachsenen Bürgern (über 18) vorgeschrieben werde, was sie sehen dürfen, während auf Social Media und Streaming-Diensten deutlich extremere Inhalte frei verfügbar seien", so die Website "Schnittberichte" zusammenfassend. Der Film zeige unter anderem eine sehr reale, unmissverständliche Sequenz, die eine Massenvergewaltigung durch Migranten darstellt. Boll behauptet dazu, "er habe sich dabei an der Kriminalstatistik orientiert".

Im Telegraph-Interview erklärt Boll, sein Film wurde "von einem berüchtigten Fall in Hamburg aus dem Jahr 2016 inspiriert, als eine Gruppe von Jugendlichen ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigt und dem Tod überlassen hatte, woraufhin die Täter mit Bewährungsstrafen davonkamen". Die Parallelen zu einem jüngsten Fall in Großbritannien, wie der Telegraph-Artikel vom 18. Juni erläutert, bei dem drei Teenager "nach der Vergewaltigung zweier Mädchen freigesprochen wurden", lägen eindeutig auf der Hand. Für Boll sei in den cineastischen Umsetzungen wichtig, "dass seine Bilder eine wütende Reaktion auf das darstellen, was er als soziale Ungerechtigkeiten ansieht".

Der Film übe daher implizit "Kritik an Bolls Heimat Deutschland, obwohl er in den Vereinigten Staaten spielt (und aus Kostengründen in Kroatien gedreht wurde)". Als "Belohnung dafür wurde er in seinem Heimatland praktisch verboten", wird im Artikel im Telegraph abschließend resümiert.

Da Deutschland für ihn nun als wichtiger Absatzmarkt für die Refinanzierung des Films aktuell wegfällt, sei der Filmemacher in doppelter Hinsicht, Werbung und Einnahmen betreffend, finanziell schwer getroffen.

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