Mutmaßlicher Sabotageakt bei Ironman in Hamburg

Beim Hamburger Ironman-Wettbewerb ist es zu einem gefährlichen Eingriff auf der Rennstrecke gekommen. Metallsplitter auf der Fahrbahn bremsten zahlreiche Teilnehmer aus, nun ermittelt die Polizei. Es besteht der Verdacht, dass die sportliche Großveranstaltung sabotiert werden sollte.

Bis zu 150 Sportler mussten den Hamburger Ironman auf der Radrennstrecke unterbrechen. Millimetergroße Metallsplitter hatten um 8 Uhr in der Frühe ihre Räder beschädigt. Nach Angaben des Sportmagazins Tri-Mag sollen sich auch einige Sportler verletzt haben. Einer der Teilnehmer soll mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden sein. Angesichts der auffallenden Häufung von Radpannen geht das Online-Portal, das sich auf die Sportart Triathlon spezialisiert hat, nicht von einem Zufall aus.

Der Vorfall betraf demnach die Hobbysportler der "Agegrouper" im sogenannten "Jedermann-Rennen". Die Profis hatten zu dem Zeitpunkt den Bereich im Stadtteil Kirchwerder bereits passiert. Die Situation wurde dem Magazin zufolge dadurch erschwert, dass sich die Metallsplitter nicht einfach von der Straße entfernen ließen. 

Die Reaktion der Anwohner sei gemischt ausgefallen. Die einen hätten mit Werkzeug zur Reparatur der Fahrräder ausgeholfen, während andere ihren Protest gegen das Rennen fortgesetzt hätten. An den Häusern hingen Plakate mit Botschaften wie "Ihr raubt uns unsere Freiheit!".

Im Hamburger Bezirk Bergedorf, zu dem der Stadtteil Kirchwerder gehört, ist eine Kontroverse um die alljährlich stattfindende Triathlon-Veranstaltung entbrannt. Anwohner fühlen sich durch die Absperrungen in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Deswegen kam es während des Wettbewerbs zu entsprechenden Protesten.

Die Polizei ermittelt nun wegen eines möglichen Anschlags und eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Ob es sich allerdings wirklich um einen Sabotageakt handelt, bleibt bislang ungewiss. Auf entsprechende Mutmaßungen reagierte ein Polizeisprecher Medienberichten zufolge mit der lakonischen Antwort: "Spekulation." Man wisse nicht, wie die Metallteile auf den Asphalt gelangt seien. Die Rennleitung entschied sich letztendlich für eine Fortsetzung des Rennens.

Zum Ironman-Wettbewerb in Hamburg versammeln sich seit 2017 alljährlich rund 3.000 Sportler aus aller Welt. Der Triathlon besteht aus drei Teilen: Die Teilnehmer müssen eine Schwimmstrecke von 3,8 Kilometern absolvieren, 180 Kilometer Rad fahren und anschließend einen Marathon durchstehen.

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