"Fortschritte" bei Verhandlungen über Iran-Krieg – Drohnenangriffe halten die Region in Atem

Während Trump mit einer Rückkehr zu Verhandlungen und einer möglichen Einigung wirbt, halten neue Drohnenangriffe in der Region die Spannungen aufrecht. Im Zentrum des Konflikts steht auch weiterhin die Straße von Hormus.

US-Präsident Donald Trump erklärte am Montag, die Vereinigten Staaten führten "gute Gespräche" mit Iran. Es gebe eine Chance auf eine Einigung in dem Konflikt. Zugleich warnte er jedoch, dass die US-Luftangriffe wieder aufgenommen würden, falls die Verhandlungen scheitern sollten.

Gemeinsam mit Iran und Oman arbeiten nach AP-Informationen derzeit Vermittler an einem Mechanismus zur Regelung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus, den Brennpunkt der jüngsten Eskalation. Teheran betonte am Montag, weiterhin die Kontrolle über die umkämpfte Straße von Hormus zu behalten. Iranische Staatsmedien berichteten zudem, dass Iran sechs Schiffe zum Umkehren gezwungen habe, nachdem diese versucht hätten, die Straße von Hormus ohne Genehmigung zu passieren.

Washington hatte am Samstag seine zweiwöchige Luftoffensive gegen Iran überraschend ausgesetzt. Es war die jüngste strategische Kehrtwende Trumps in dem inzwischen seit fünf Monaten andauernden Konflikt.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghai, erklärte am Montag, über Vermittler würden weiterhin Botschaften zwischen beiden Seiten ausgetauscht. Iran habe die Diplomatie nicht aufgegeben. Berichte, wonach Teheran selbst um Verhandlungen gebeten habe, bezeichnete er jedoch als "frei erfunden". "Das liegt nicht in unserer DNA", sagte er.

Ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter sagte gegenüber Reuters am Sonntag, Iran werde seine eigenen Angriffe aussetzen, solange die von Trump einseitig verkündete Waffenruhe Bestand habe. Das iranische Zentralkommando der Streitkräfte warf den USA später am Montag vor, Schiffe und Öltanker in iranischen Hoheitsgewässern zu bedrohen und zu versuchen, eine "illegale Seeblockade" durchzusetzen. Dies stelle "eine Eskalation des Konflikts in der Region" dar.

Trotz Trumps Optimismus schien Teheran die Unterbrechung der US-Militärkampagne rasch auf die Probe zu stellen: Saudi-Arabien, Jordanien und der Irak meldeten am Montag Drohnenangriffe.

Saudi-Arabien erklärte, mehrere Drohnen abgeschossen zu haben, die auf Erdölanlagen – darunter auch Ziele in Riad – gerichtet gewesen seien. Nach saudischen Angaben wurden sie von bewaffneten Gruppen aus dem Irak gestartet, die vom Iran unterstützt werden. Riad behalte sich das Recht auf eine Reaktion vor.

Zusätzlich zu dem Angriff auf Saudi-Arabien wurden am Montag zwei Drohnenangriffe gegen eine kurdisch-iranische Dissidentengruppe im Irak gemeldet. Jordanien gab an, zwei Drohnen abgeschossen zu haben, ohne jedoch deren Herkunft preiszugeben.

Auch erklärten die mit Iran verbündeten Huthi im Jemen, sie hätten als Vergeltung für saudische Drohneneinsätze die Ost-West-Pipeline angegriffen, über die Rohöl zum saudischen Hafen Yanbu am Roten Meer transportiert wird.

Die öffentliche Ablehnung des Krieges belastet Donald Trump und die Republikanische Partei im Vorfeld der Kongresszwischenwahlen im November, bei denen sie ihre knappen Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses verteidigen müssen.

Das Ende der US-Militärkampagne nach 13 aufeinanderfolgenden Nächten zunehmend intensiver Luftangriffe sowie Trumps Äußerungen über laufende Gespräche mit Iran ließen die Ölpreise deutlich einbrechen. Der US-Ölpreis (WTI) fiel um 8,21 Prozent auf 81,98 US-Dollar je Barrel, während die Nordseesorte Brent um 9,31 Prozent auf 87,77 US-Dollar je Barrel nachgab.

Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters sowie mehreren US-Medienberichten zufolge beruhte Trumps Entscheidung, die Luftangriffe auszusetzen, auf der Einschätzung des Militärs, dass die Bombardierungen ihre militärischen Möglichkeiten weitgehend ausgeschöpft hätten. Diesbezüglich hat auch der Vorsitzende der Vereinigten Generalstabschefs, General Dan Caine, Bedenken wegen schwindender Bestände an Luft-Boden-Munition geäußert.

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